Unsere Forderung
Schonende, minimalinvasive Brustkrebsdiagnostik sichern.
Schweizer Frauen schützen.
Schonende, minimalinvasive Brustkrebsdiagnostik sichern.
Schweizer Frauen schützen.
Jeden Tag stehen Frauen in der Schweiz vor einem Moment, der ihr Leben verändert: Sie ertasten einen Knoten in ihrer Brust, oder es zeigt sich eine unklare Veränderung im Bild. Was sie in dieser Situation brauchen, ist eine schnelle, sichere und schonende Abklärung – eine Abklärung, die Angst nimmt statt zusätzliche Belastung schafft.
Über viele Jahre hat die minimalinvasive Brustabklärung, insbesondere die Vakuumbiopsie, genau das ermöglicht. Sie ist sicher, zuverlässig, medizinisch anerkannt und für Patientinnen deutlich weniger belastend als ein operativer Eingriff. Sie vermeidet unnötige Operationen, schont das Gewebe, verkürzt die Genesung und hinterlässt in der Regel keine sichtbare Narbe. Internationale Standards, Leitlinien und die klinische Erfahrung zeigen seit langem: Diese Form der Abklärung ist moderne Medizin.
Doch seit dem 01.01.2026 hat sich für die Frauen in der Schweiz etwas Grundlegendes verändert. Die Vergütung der schonenden und minimalinvasiven Brustabklärung wurde so stark reduziert, dass das Verfahren in seiner heutigen Form kaum noch wirtschaftlich angeboten werden kann. Damit wird eine Methode zurückgedrängt, die einen medizinischen Fortschritt darstellt – ein Fortschritt, der anderswo selbstverständlich ist, in Ländern wie Frankreich, Italien, den Niederlanden oder dem Vereinigten Königreich.
Die Konsequenzen dieser Tarifentscheidung sind gravierend: Statt einer minimalinvasiven Abklärung müssen Frauen wieder operiert werden. Das bedeutet Eingriffe mit Narkose, längeren Erholungsphasen, zusätzlichen Ängsten und einer sichtbaren Narbe – obwohl all das vermeidbar wäre.
Als Ärztinnen, die jeden Tag mit Patientinnen sprechen, sie begleiten und behandeln, erleben wir unmittelbar, was dieser Rückschritt bedeutet. Wir sehen die Verunsicherung, die körperliche und emotionale
Wir richten uns deshalb mit einer klaren Forderung an Politik, Versicherer und alle beteiligten Akteure: Die moderne, schonende und minimalinvasive Brustabklärung muss auch in Zukunft allen Frauen in der Schweiz zur Verfügung stehen. Dafür braucht es eine Vergütung, die es Ärztinnen und Ärzten ermöglicht, diese Untersuchung weiterhin anzubieten – ohne Defizite, ohne Abstriche, ohne Rückkehr zu überholten Methoden.
Als Fachärztinnen der MIBB und der SGS sind wir bereit, gemeinsam Lösungen zu erarbeiten, medizinische Expertise einzubringen und konstruktiv an einer Anpassung mitzuwirken. Wir sind überzeugt: Eine zukunftsfähige Schweizer Gesundheitsversorgung dürfte nicht hinter ihr eigenes Niveau zurückfallen. Sie müsste das bewahren, was nachweislich besser, schonender und moderner ist.
Wir appellieren daher eindringlich an alle Verantwortlichen:
Korrigieren Sie diese Fehlentwicklung.
Sichern Sie die Wahlfreiheit der Frauen.
Erhalten Sie die minimalinvasive Brustabklärung in der Schweiz.
Die Initiatoren der Kampagne
MIBB (Arbeitsgruppe der Schweizerischen Gesellschaft für Senologie)
Die Forderungen der Kampagne auf einen Blick.
01
Überarbeitung der ambulanten Pauschalen im Eilverfahren
Eine schnelle Korrektur der kritischsten Fehlanreize ist nötig, damit die schonende, minimalinvasive Brustkrebsdiagnostik weiter angeboten werden kann.
02
Valide, medizinische Daten als Grundlage
Die Pauschalen müssen auf realen Kosten- und Leistungsdaten beruhen, um die tatsächliche Komplexität moderner Brustdiagnostik korrekt abzubilden.
03
Einbeziehung medizinischer Fachgesellschaften
Nur mit dem Wissen der Fachgesellschaften lassen sich sachgerechte und praktikable Tarife entwickeln.
04
Langfristige Förderung minimalinvasiver Behandlungen
Damit schonende Verfahren erhalten bleiben, braucht es eine Vergütungsstruktur, die Innovation fördert statt verhindert.
Antrag zur Überarbeitung der Ambulanten Pauschalen
Die Initiator:innen der Kampagne erarbeiten derzeit einen formellen Antrag zur Neukalkulation der ambulanten Pauschalen, der bei den politisch zuständigen Stellen eingereicht wird. Ziel ist es, die Tarifstruktur dort anzupassen, wo die aktuellen Pauschalen medizinische Realität, Ressourcenverbrauch und Versorgungsqualität nicht sachgerecht abbilden.