Das Problem
Die minimalinvasive Vakuumbiopsie wird in der Schweiz nicht mehr tragbar vergütet.
Die minimalinvasive Vakuumbiopsie wird in der Schweiz nicht mehr tragbar vergütet.
34 % weniger Vergütung.
34 % weniger Vergütung.
Seit dem in Kraft treten des neuen Tarifsystems in der Schweiz kann die minimalinvasive Vakuumbiopsie (VAB) kaum noch angeboten werden. Damit werden Patientinnen wieder operiert und spezialisierte Zentren stehen vor dem Aus.
Ärztliche Leistung und technische Leistung²
Verbrauchsmaterial¹ (VM)
Bisherige Vergütung
-34 %
Neue Vergütung
¹ Σ Verbrauchsmaterial (https://browser.tartools.ch/de/tarmed_kvg/data/I/20)
² Kostenelemente technische Leistung (https://browser.tartools.ch/de/tarmed_kvg/data/I/42)

Vakuumbiopsie im Ultraschall
Alle Patientinnen, die bislang per ultraschallgestützter VAB abgeklärt wurden, müssen ab 2026 statt-dessen operiert werden – obwohl 100 % dieser Eingriffe vermeidbar wären.
Stereotaktische Vakuumbiopsie
70 % der Operationen, die aufgrund der künftig nicht mehr tragfähigen Vergütung der stereotaktischen Vakuumbiopsie nötig werden, wären vermeidbar.
+ 14,3 %
Die Anwendung schonender, minimalinvasiver Brustkrebsdiagnostik stieg von 2022 bis 2024 um 14,3 %. Dieser Fortschritt, für den die Schweiz bislang stand, ist nun ernsthaft gefährdet.
Die auf dieser Seite dargestellten Zahlen stammen aus der MIBB-Datenbank. Sie dienen ausschließlich zur Information und basieren auf den aktuell verfügbaren Daten. Bitte beachten Sie, dass diese Angaben nicht als verbindliche Marktanalyse oder Prognose zu verstehen sind und sich aufgrund neuer Erkenntnisse oder Entwicklungen ändern können.
Narkose und Narbe
Operative Eingriffe zur Abklärung von Brustkrebs erfordern meistens eine Vollnarkose und hinterlassen eine sichtbare Narbe.
Innovationsverlust und Rückschritt im internationalen Vergleich
Wenn moderne Verfahren wirtschaftlich verdrängt werden, verliert die Schweiz den medizinischen Anschluss und den in den vergangenen Jahren aufgebauten Fortschritt.
Höhere Risiken und längere Erholungszeiten
Offene Operationen bedeuten immer ein höheres Komplikations- und Infektionsrisiko, sowie eine deutlich längere Genesung nach der Diagnostik.
Mehr Angst und Unsicherheit
Eine OP steigert die psychische Belastung – besonders in einer Situation, die ohnehin von Sorge geprägt ist.
Höhere Belastung der OP-Kapazitäten
Unnötige OPs beanspruchen wertvolle OP-Ressourcen, die an anderer Stelle dringend benötigt werden.
Steigende Kosten
Wenn Brustabklärungen wieder häufig operativ erfolgen, bedeutet das höhere Gesamtkosten für das Gesundheitssystem.