FAQ
Häufig gestellte Fragen
Gerne beantwortet
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Allgemeine Fragen zur Kampagne Breast. Forward.
Das Ziel der Kampagne ist es, den Zugang zur modernen, schonenden Brustkrebsdiagnostik für alle Frauen in der Schweiz zu erhalten. Die Kampagne fordert die zuständigen Tarifpartner auf, die neuen Pauschalen für die Vakuumbiopsie (C09.50A & C09.50B) auf Basis korrekter Daten neu zu berechnen, damit dieses Verfahren weiterhin im Rahmen der Grundversorgung angeboten werden kann.
Die neue Tarifstruktur (TARDOC + amb. Pauschale), die seit dem 1. Januar 2026 gilt, führt dazu, dass die Kosten für die Vakuumbiopsie nicht mehr wirtschaftlich tragbar vergütet werden können. Es besteht die Gefahr, dass diese patientenfreundliche Methode verschwindet und Frauen stattdessen eine unnötige invasiven Operation unter Vollnarkose in Kauf nehmen müssen.
Die Vakuumbiopsie ist ein etabliertes, minimalinvasives Diagnoseverfahren. Dabei wird unter lokaler Betäubung über einen winzigen Hautschnitt eine Gewebeprobe aus der Brust entnommen. Für die Patientin bedeutet dies eine schnellere Genesung, kaum sichtbare Narben und eine geringere physische und psychische Belastung im Vergleich zu einem chirurgischen Eingriff im Operationssaal.
Die Kampagne wurde von der Arbeitsgruppe MIBB (Minimal Invasive Brustbiopsien) ins Leben gerufen. Eine breite Koalition aus medizinischer Fachwelt und Industrie unterstützt die Kampagne, darunter führende Fachorganisationen wie die Schweizerische Gesellschaft für Senologie (SGS) und die Schweizerische Gesellschaft für Pathologie (SGPath) sowie das Medizintechnik-Unternehmen Becton Dickinson.
Die wirkungsvollste Unterstützung ist die Unterzeichnung unserer nationalen Petition Petitionslink. Jede Unterschrift verleiht unserer Forderung nach einer fairen Vergütung und dem Erhalt moderner Diagnostik mehr Gewicht. Ausserdem können Sie helfen, indem Sie die Kampagne in Ihrem Umfeld und auf sozialen Medien teilen (unter Mitmachen) um das Bewusstsein für dieses wichtige Anliegen zu schärfen.
Breast.Forward versteht sich als konstruktiver Teil dieses Prozesses:
Die Initiative stellt die Tarifreform nicht infrage
Sie unterstützt die Ziele der Tarifpartner ausdrücklich
Gleichzeitig weist sie darauf hin, dass Kalkulationsgrundlagen überprüft werden müssen, wenn moderne, leitliniengerechte Verfahren unbeabsichtigt unter Druck geraten.
Ziel ist es, die Reform im Sinne der Versorgung weiterzuentwickeln – datenbasiert und fachlich fundiert.
Kurz gesagt: Breast.Forward versteht sich dabei als Brücke zwischen Medizin, Politik und Öffentlichkeit – mit dem klaren Ziel, moderne Brustkrebsdiagnostik auch unter neuen tariflichen Rahmenbedingungen zu sichern
Kampagne & Forderungen
Nein.
Die Kampagne unterstützt die Tarifreform ausdrücklich. Sie richtet sich jedoch gegen die medizinisch nicht sachgerechte Ausgestaltung der ambulanten Pauschalen für die Brustdiagnostik (C09.50A & C09.50B).
Wir befürworten Reformen, die Qualität und Effizienz verbessern. In diesem Fall geht es um eine gezielte Nachbesserung: Die neuen Pauschalen führen zu einem unbeabsichtigten negativen Effekt – ein bewährtes, minimalinvasives Verfahren wird unwirtschaftlich und droht durch teurere, invasivere Operationen ersetzt zu werden. Das widerspricht dem Ziel der Effizienzsteigerung und schadet den Patientinnen.
Unser Vorschlag ist konstruktiv: eine datengestützte Neukalkulation im Dialog mit den medizinischen Fachgesellschaften.
Kurz gesagt: Wir wollen die Reform, aber ohne Nachteile für Patientinnen und die Qualität der Versorgung.
Wir respektieren den Prozess. Allerdings beruhen die aktuellen Kalkulationen für die Brustdiagnostik offenbar auf einer unzureichenden Datengrundlage und wurden ohne angemessene Einbindung der medizinischen Fachgesellschaften festgelegt. Das hat zu einer unbeabsichtigten Schieflage geführt.
Eine Überprüfung mit validen, aktuellen Daten ist ein normaler und notwendiger Schritt, um Qualität und Patientenzugang zu sichern. Unser Ziel ist ein konstruktiver Beitrag, damit die Reform so weiterentwickelt wird, dass Patientinnen nicht schlechter gestellt werden. Das Verfahren zeigt zudem, wie wichtig frühzeitige medizinische Expertise für sachgerechte Tarife ist – eine Voraussetzung für Versorgungssicherheit, Qualität und Akzeptanz.
Kurz gesagt: Wir stellen den Prozess nicht infrage, sondern schlagen eine datengestützte Nachbesserung vor, um unbeabsichtigte Nachteile für Patientinnen zu vermeiden.
Fragen zum medizinischen Aspekt
Ja.
Die chirurgische Operation ist und bleibt ein essenzielles Verfahren, wenn sie medizinisch indiziert ist. Allerdings sollten unnötige diagnostische Operationen vermieden werden, wenn medizinisch sinnvolle und minimalinvasive Alternativen wie die Vakuumbiopsie eine Option darstellen. Es geht darum, die Wahlfreiheit zu erhalten und sicherzustellen, dass für jede Patientin die am besten geeignete Methode gewählt werden kann – nicht die, die durch ökonomische Fehlanreize diktiert wird.
In vielen Ländern sind minimalinvasive, bildgesteuerte Diagnoseverfahren wie die Vakuumbiopsie der etablierte Standard in geeigneten Fällen. Es wäre ein Rückschritt für die Schweiz, wenn sie im internationalen Vergleich zurückfällt und wieder vermehrt auf veraltete Methoden setzt, während andere Länder den Nutzen der minimalinvasiven Diagnostik für Patientinnen und das Gesundheitssystem erkannt haben.
Fragen zur neuen Tarifreform
Die Schweiz reformiert aktuell ihr ambulantes Tarifsystem. Ziel ist es, die Abrechnung medizinischer Leistungen zu modernisieren und transparenter zu gestalten. Ein zentrales Element dieser Reform sind ambulante Pauschalen: Mehrere medizinische Leistungen werden dabei unter einem festen Betrag zusammengefasst.
Engagement von Becton Dickinson
Die Initiative «Breast.Forward.» wird von der medizinischen Fachwelt getragen, vertreten durch die Arbeitsgruppe MIBB (Minimal Invasive Brustbiopsien) und unterstützt von Organisationen wie der Schweizerischen Gesellschaft für Senologie (SGS) und der Schweizerischen Gesellschaft für Pathologie (SGPath).
Becton Dickinson ist als Partner beteiligt, um die Umsetzung dieser Initiative zu ermöglichen. Die inhaltliche Ausrichtung und fachliche Verantwortung liegen vollständig bei den medizinischen Fachgesellschaften. Ziel der Kampagne ist der Erhalt moderner, patientenschonender Diagnosestandards.
Kurz gesagt: Die Kampagne ist medizinisch initiiert, Becton Dickinson unterstützt organisatorisch, nicht inhaltlich.
Nein.
Becton Dickinson unterstützt die Initiative, um das Anliegen der Fachgesellschaften sichtbar zu machen. Wir haben keinen Einfluss auf die Inhalte oder Forderungen der Kampagne und auch nicht auf die Kalkulation der Tarife. Die zentrale Forderung – eine Neuberechnung der Pauschalen C09.50A und C09.50B auf Basis korrekter Daten – richtet sich ausschließlich an die zuständigen Gremien (OAAT).
Kurz gesagt: Becton Dickinson leistet Unterstützung, ohne Einfluss auf Inhalte oder Entscheidungen.